Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Notfall und Notfalldose

Für Menschen mit Lungenfibrose kann ein akuter Notfall, etwa durch plötzliche Atemnot oder einen schweren gesundheitlichen Zwischenfall, besonders herausfordernd sein. In solchen Situationen zählt jede Sekunde – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Rettungsdienst und Notärzte, die schnell und präzise handeln müssen. Eine frühe und korrekte Information über die Erkrankung, Begleiterkrankungen, aktuelle Medikation und persönliche Kontaktdaten kann den entscheidenden Unterschied machen.

Die 5 W beim Ruf des Rettungsdienstes

Name des Anrufers und des Erkrankten.

Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk, Kilometer an der Bundesautobahn.

Beschreiben Sie kurz die Situation.

Schilden Sie kurz die wesentlichen Erkrankungen und die jetzt erkennbaren Symptome ( z.B. Atemnot), damit die Leitstelle entscheiden kann, ob ein Notarzt zusätzlich zum Rettungswagen nötig ist.

Legen Sie niemals als Erster auf. Fragen Sie, was Sie in der Zwischenzeit tun können Die Leitstelle beendet das Gespräch, sobald alle notwendigen Informationen erfasst sind oder gibt Ihnen Anweisungen für Erste-Hilfe-Maßnahmen am Telefon. 

Notfalldose

Die Notfalldose, auch SOS-Rettungsdose genannt, soll dem Notarzt und den Rettungskräften die Arbeit erleichtern. In der Dose befinden sich wichtige Informationen für die Rettungskräfte und den Arzt:

  • ein Formular mit allen wichtigen Angaben
  • eine Liste der Medikamente
  • der letzte Arztbrief evtl. auf einem USB-Stick

Die Dose ist im Internet oder in jeder Apotheke zu kaufen. Sie wird mit einem kleinen Aufkleber für die Eingangstür geliefert (sofortiges Erkennen für den Rettungsdienst ) und einem für die Kühlschranktür.

Die Dose wird im Kühlschrank aufbewahrt, weil sich im jedem Haushalt ein Kühlschrank befindet und die Dose in jedem Haushalt den gleichen Platz haben soll.

Wichtiger Hinweis für Rettungskräfte und Notärzte

Bei einer Lungenfibrose besteht das Risiko einer Exazerbation. Lungenschonende Narkoseverfahren und nicht-invasive O2-Zufuhr sollten bevorzugt werden. Hohe Spitzendrücke sollten vermieden werden.

Weitere Tipps

  • Lebenspartner sollten in alle krankheitsrelevante Dinge eingebunden werden. Für Alleinstehende können Freunde oder Nachbarn an diese Stelle treten.
  • Alleinstehende Personen und auch die mit Notrufsender sollten keine Schlüssel im Türschloss stecken lassen und keine zusätzlichen Verriegelungen an den Türen aktivieren. So ist in Notfällen auch eine schnelle Türöffnung durch Rettungskräfte möglich.
  • Bei Bewegung im Freien ist zu empfehlen, dass man im Handy z.B. über WhatsApp den Live-Standort aktiviert, damit ein Familienangehöriger im Notfall genau sehen kann, wo man ist. Man kann auch unter Einstellungen die Standortdienste zur Ortung freischalten. 
  • Es gibt auch Uhren mit Sturzfunktion, die automatisch einen Notruf absetzen. Nach dem Sturz hat man eine Minute Zeit, den Alarm abzubrechen.