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Prävention

Prävention bedeutet Vorbeugung: Maßnahmen, die Krankheiten verhindern, verzögern oder deren Folgen lindern, um die Gesundheit zu erhalten. Wir unterscheiden zwischen drei Stufen.

Maßnahmen, die Gesunde schützen, bevor eine Krankheit entsteht.

Früherkennung von Krankheiten im frühen Stadium, damit sie besser heilbar sind. Symptome, die auf Lungenfibrose hinweisen, sind Atemnot bei Anstrengung sowie in der Höhe und chronischer Husten.

Betrifft die Linderung der Beeinträchtigung durch eine bestehende Krankheit und verhindert Rückfälle. Bei Lungenfibrose betrifft es die Therapie und die nicht-medikamentösen Maßnahmen beim Leben mit Lungenfibrose.

Faktor: Saubere Luft

Allgemeine Empfehlungen

Schutz vor Feinstaub und Außenluft:
Feinstaub (vor allem PM2,5) kann tief in die Lunge eindringen und dort Entzündungen oder sogar Lungenkrebs auslösen. 

Verkehr meiden:
Halten Sie beim Sport oder Spazierengehen Abstand zu stark befahrenen Straßen.

Luftqualität prüfen:
Nutzen Sie Apps oder Dienste des Umweltbundesamts, um bei hoher Schadstoffbelastung (z. B. Inversionswetterlagen im Winter) Aktivitäten im Freien zu reduzieren. 

Richtig lüften:
Lüften Sie bevorzugt zu Zeiten mit geringem Verkehrsaufkommen oder über Fenster, die nicht zur Hauptstraße zeigen.

Innenräume

Die Luftqualität in der Wohnung oder im Büro ist oft schlechter als draußen, da sich dort Schadstoffe ansammeln können.

Quellen minimieren:
Verzichten Sie auf das Rauchen in Innenräumen, offenes Feuer (Kamine), Duftkerzen und Räucherstäbchen.

Kochen:
Nutzen Sie beim Braten und Kochen konsequent eine Dunstabzugshaube und reinigen Sie deren Filter regelmäßig.

Hygiene:
Wischen Sie regelmäßig Staub und achten Sie auf schadstoffarme Baumaterialien und Möbel.

Pflanzen & Technik:
Zimmerpflanzen können das Raumklima leicht verbessern; bei hoher Belastung helfen zertifizierte Luftreiniger mit HEPA-Filtern.

Arbeitsschutz

Viele Lungenkrankheiten wie Berufsasthma entstehen durch langjährigen Kontakt mit Stäuben, Gasen oder Chemikalien am Arbeitsplatz. 

Gefährdungsbeurteilung:
Nutzen Sie die Angebote der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zur Ermittlung von Risiken an Ihrem spezifischen Arbeitsplatz. 

Atemschutz:
Tragen Sie vorgeschriebene Masken (z. B. FFP2 oder FFP3) konsequent, auch bei "kurzen" Tätigkeiten. 

Technische Maßnahmen:
Achten Sie auf funktionierende Absauganlagen direkt an der Entstehungsstelle von Staub oder Dämpfen. 

Vorsorge:
Nehmen Sie regelmäßige arbeitsmedizinische Untersuchungen wahr, um Veränderungen der Lungenfunktion frühzeitig zu erkennen.

Faktor: Rauchstopp

Ein Rauchstopp ist die effektivste Einzelmaßnahme zur Prävention und Behandlung von Lungenkrankheiten wie Lungenfibrose, COPD und Lungenkrebs. Bereits nach 8 Stunden normalisiert sich der Sauerstoffgehalt im Blut, und nach 24 Stunden sinkt das Risiko für Herzinfarkte.

Ein kurzes Gespräch mit dem Hausarzt steigert die Chance auf einen dauerhaften Ausstieg bereits erheblich. Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen bis zu 80 % oder feste Beträge (oft bis zu 150 €) für zertifizierte Rauchentwöhnungskurse.

Nach etwa 10 Jahren Rauchverzicht halbiert sich das Risiko für Lungenkrebs im Vergleich zu aktiven Rauchern.

Methoden

Am effektivsten: Legen Sie ein festes Datum für den kompletten Stopp fest. Wissenschaftlich gilt dies als erfolgversprechender als das schrittweise Reduzieren.

Die höchste Erfolgsquote (bis zu 50 %) erzielen Sie durch die Kombination von Verhaltenstraining (Gewohnheiten ändern) und Nikotin-Ersatzprodukten wie Pflastern oder Kaugummis.

Unter bestimmten Bedingungen können rezeptpflichtige Wirkstoffe wie Vareniclin als Kassenleistung verordnet werden.

Schutz vor Infektionen

Infektionen gefährden die Lunge. Gefährliche Exazerbation bei Lungenfibrose werden oft durch Grippe-Viren ausgelöst. Während der Coronapandemie haben wir gelernt, wie wir Ansteckungen vermeiden können. 

Größere Entfernung zu niesenden und hustenden Mitmenschen, das Meiden von Menschenansammlungen und das Tragen einer Mund-Nasen-Maske kann die Übertragung von Viren reduzieren. Regelmäßiges Händewaschen und das Vermeiden des Berührens von Gesicht (Augen, Mund, Nase) vermindern weiterhin das Risiko für Atemwegsinfektionen.

Impfungen

Schutzimpfungen, besonders gegen Grippe, Pneumokokken, Keuchhusten und RS-Virus helfen, Lungenentzündungen und andere schwere Atemwegsinfektionen zu verhindern.

Hier erfahren Sie mehr über empfohlene Impfungen im Zusammenhang mit Lungenfibrose

Zu den Impf-Empfehlungen

Weitere Präventionsmaßnahmen

Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder zügiges Gehen stärken die Lungenfunktion und erhöhen die Lungenkapazität. 

Eine ausgewogene Ernährung mit genügend Vitaminen und Mineralstoffen stärkt das Immunsystem.