Psychopneumologie
Die Seele atmet mitAngst, Stress oder Depression können durch chronische Lungenerkrankungen verursacht werden. Durch seelische Beschwerden kann wiederum die Atemnot verstärkt werden. Hier setzen die Methoden der Psychopneumologie an.
Grundlagen
Psychopneumologie betrachtet Lunge und Psyche als Einheit, um die Lebensqualität, Symptomwahrnehmung und Krankheitsbewältigung der Betroffenen zu verbessern.
Psychopneumologie befasst sich mit den engen Wechselwirkungen zwischen der Lunge und der Psyche. Somit wird die Lücke zwischen der rein körperlichen Lungenheilkunde (Pneumologie) und der psychischen Betreuung geschlossen.
Behandlungsansätze
Es existieren spezifische Behandlungsansätze, die in medizinischen Leitlinien festgehalten sind. Diese umfassen:
- Diagnostik und Therapie von komorbiden Angststörungen und Depressionen bei Lungenpatienten
- Psychologische Unterstützung bei der Tabakentwöhnung
- Multidisziplinäre Ansätze in der pneumologischen Rehabilitation
Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) fördern diesen Bereich durch spezielle Arbeitsgruppen, um die psychische Komponente in der lungenärztlichen Versorgung stärker zu verankern. Weitergehende Informationen und ein Fachlexikon zu diesem Thema bietet auch das Portal Psychopneumologie.de.
Es lohnt sich immer, sich mit fachlicher psychologischer Unterstützung z.B. im Rahmen der Rehabilitation zu überlegen, wie man selbst mit der Krankheitsbewältigung umgeht.