Erkrankung
Patienten mit Lungenfibrose brauchen...
- eine frühe Diagnosestellung bei Verdachts-Symptomen, damit die Behandlung ohne Verzögerungen begonnen werden kann.
- empathische Fachleute in Praxen und Kliniken, die sich mit der seltenen Erkrankung und deren Behandlung auskennen und eine kontinuierliche Betreuung anbieten.
- eine bestmögliche Betreuung mit Atemphysiotherapie, Lungensport sowie weiteren unterstützenden Behandlungen zur Rehabilitation.
- leichten Zugang zu häuslicher und mobiler Sauerstoffversorgung.
- Information und Motivation, um an Studien teilzunehmen. Beteiligung von Patientenvertretern bei Studien.
- Ermutigung und Trost, um ihre Krankheit in den Griff zu bekommen. Leistungsfähigkeit und Lebensfreude sollen lange Zeit erhalten bleiben, z.B. durch leichten Sport, Wandern, Reisen, Hobbys sowie Treffen mit Freunden und Familie.
- Unterstützung und Hilfe im Endstadium der Erkrankung durch lindernde Verfahren der Palliativmedizin.
Die Patientenreise mit Lungenfibrose
Der Weg von der Diagnose und Therapie-Entscheidung ins Leben mit LungenfibroseDie Patientenreise bei Lungenfibrose beginnt mit ersten Symptomen, die oft fehlinterpretiert werden, bevor der Lungenfacharzt – häufig über ein ILD-Board – die Diagnose stellt. Anschließend wird gemeinsam entschieden, ob eine Medikamententherapie oder eine Transplantation der richtige Weg ist. Im Alltag mit der Erkrankung stehen Aktivität und Autonomie im Vordergrund, unterstützt durch Reha, Atemtherapie und Selbsthilfegruppen. Mit Fortschreiten der Erkrankung wird Sauerstofftherapie notwendig, bevor schließlich das Palliativteam die Begleitung übernimmt – mit dem Ziel, die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten.
| Berührungspunkte mit dem Gesundheitswesen und Unterstützer | Hausarzt |
|---|---|
| Herausforderungen | Symptome werden fehlinterpretiert, Wartezeiten |
| Ziel | Rasche Überweisung und richtige Diagnose |

| Berührungspunkte Gesundheitswesen und Unterstützer | Lungenfacharzt in Zentrum, ggf. Transplantations-Zentrum |
|---|---|
| Herausforderungen | Informierte Entscheidung des Patienten nach ausführlicher Information |
| Ziel | Rechtzeitiger Beginn der Therapie |


| Berührungspunkte Gesundheitswesen und Unterstützer | Lungenfacharzt, Rehabilitation, Atemtherapeuten, Selbsthilfegruppe, Lungensportgruppe |
|---|---|
| Herausforderungen | Nebenwirkungen der Medikamente beherrschen, aktiv bleiben, mit Exazerbationen umgehen |
| Ziel | Linderung der Symptome Erhaltung der Aktivität und Autonomie |

| Berührungspunkte Gesundheitswesen und Unterstützer | Lungenfacharzt, Rehabilitation, Atemtherapeuten, Selbsthilfegruppe, Lungensportgruppe, Sauerstofflieferant |
|---|---|
| Herausforderungen | Sauerstoff-Stigma, Akzeptieren der Einschränkungendurch Atemnot, Husten, Schwäche |
| Ziel | Linderung der Symptome Sauerstoffmangel ausgleichen und besser atmen |

| Berührungspunkte Gesundheitswesen und Unterstützer | Lungenfacharzt, Rehabilitation, Atemtherapeuten, Selbsthilfegruppe, Lungensportgruppe, Palliativteam |
|---|---|
| Herausforderungen | Mehr Sauerstoff wird nötig, Gewichtsabnahme, Schwäche, zunehmende Gebrechlichkeit |
| Ziel | Linderung der Symptome Lebensqualität erhalten |

| Erste Symptome treten auf | Diagnose wird gestellt | Entscheidung Medikamenten-Therapie oder Transplantation | Leben mit Lungenfibrose | Beginn der Sauerstofftherapie | Palliativmedizin | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Berührungspunkte Gesundheitswesen und Unterstützer | Hausarzt | Lungenfacharzt in Praxis und Zentrum, Krankenhaus, Diagnose durch ILD Board | Lungenfacharzt in Zentrum, ggf. Transplantations-Zentrum | Lungenfacharzt, Rehabilitation, Atemtherapeuten, Selbsthilfegruppe, Lungensportgruppe | Lungenfacharzt, Rehabilitation, Atemtherapeuten, Selbsthilfegruppe, Lungensportgruppe, Sauerstofflieferant | Lungenfacharzt, Rehabilitation, Atemtherapeuten, Selbsthilfegruppe, Lungensportgruppe, Palliativteam |
| Herausforderungen | Symptome werden fehlinterpretiert, Wartezeiten | Großes Informationsbedürfnis zur Prognose Empathie des Ärzteteams | Informierte Entscheidung des Patienten nach ausführlicher Information | Nebenwirkungen der Medikamente beherrschen, aktiv bleiben, mit Exazerbationen umgehen | Sauerstoff-Stigma, Akzeptieren der Einschränkungendurch Atemnot, Husten, Schwäche | Mehr Sauerstoff wird nötig, Gewichtsabnahme, Schwäche, zunehmende Gebrechlichkeit |
| Ziel | Rasche Überweisung und richtige Diagnose | Informiertsein über alle Aspekte, früher Therapiebeginn bei Diagnose | Rechtzeitiger Beginn der Therapie | Linderung der Symptome Erhaltung der Aktivität und Autonomie | Linderung der Symptome Sauerstoffmangel ausgleichen und besser atmen | Linderung der Symptome Lebensqualität erhalten |